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Krone, Hans G. (Hrsg.) - Details

Home Wissenschaftliche Reihen und Jahrbücher Leipziger Beiträge zur praxisorientierten Wirtschafts- und Sozialforschung

Krone, Hans G. (Hrsg.)
ISBN 389959259X

Zukunftsorientierte Immobilienwirtschaft. Neue Trends und innovative Lösungen. Leipziger Beiträge zur praxisorientierten Wirtschafts- und Sozialforschung Bd. 1 # Pb., 180 S., 13 Abb., 2 Tab.

SCHLAGWORTE:
Immobilientrends
Zukunftsforschung
Konsumententrends
Immobilienwirtschaft




Unterhält man sich mit einem in der Immobilienwirtschaft Tätigen über die berufliche Lage sowie die Zukunftsaussichten, so nimmt das Gespräch vielfach den Verlauf, daß, kaum daß die Frage gestellt ist, ein großes Wehklagen einsetzt: "Der Markt ist schlecht", "Keiner kauft", "Die Perspektiven, wieder in den ‚grünen Bereich' zu kommen, sind trübe" etc. Es werden bisweilen gar "dunkle Mächte" bemüht, die dafür sorgen würden, daß es Maklern oder Projektentwicklern schlecht geht. So wird die "Steuerpolitik der Bundesregierung", die "Kreditvergabepraxis der Banken" oder die "kundenunfreundliche Kommunalverwaltung" für den eigenen Mißerfolg verantwortlich gemacht.

Aber ist das wirklich so? Gibt es wirklich Märkte oder Geschäftslagen, die "schlecht" sind? Gibt es wirklich Menschen oder Institutionen, die aus einem "guten" Markt, einem, in dem sich Profite erzielen lassen, einen "schlechten" werden lassen können, einen, in dem sich nur noch "rote Zahlen" schreiben lassen? Kann es nicht eher sein, daß es so etwas wie einen "schlechten Immobilienmarkt" überhaupt nicht gibt, sondern nur einen Mangel an problemangemessenen Ideen bei den immobilienwirschaftlich Tätigen?

In diesem Kontext will sich dieses Buch bewegen, auf die damit einhergehenden Fragen will es Antworten und Handlungsempfehlungen herausarbeiten.
Damit ein innovatives unternehmerisches Handeln erfolgreich sein kann, darf es nicht lediglich auf einen Zeithorizont "von heute auf morgen" ausgerichtet sein, sondern muß sich darum bemühen, den Blick auch ein Stück weit in die Zukunft zu richten. Es geht folglich darum, sich aus der Hektik des alltäglichen Augenblicks zu lösen und auch den Teil des Weges in das eigene Kalkül zu integrieren, der noch vor einem liegt. Es geht, um konkreter zu werden, darum, das Produkt zu finden, das noch keiner hat. Auch geht es darum, die Vertriebsstrategie auszuwählen, die noch keiner verwendet. Es geht darum, sich in seinem unternehmerischen Handeln dadurch auszuzeichnen, daß man die Zeichen des Marktes, die künftigen Kundenwünsche, möglichst frühzeitig erkennt und zur Grundlage seines Handelns macht

Da es jedoch kaum einen Menschen geben dürfte, der über eine "magische Kristallkugel" verfügt oder je einen "Propheten-Lehrgang" besucht hat, um auf diesem Wege zur "richtigen" Produktauswahl oder zum "richtigen" Vertriebskonzept zu gelangen, ist es als erstes erforderlich, die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie ein Blick in die Zukunft erfolgversprechend vorgenommen werden kann. Diesem Unterfangen widmet sich der Eingangsbeitrag von Hans G. Krone. Nach dem Aufzeigen von fünf globalen Trends, d.h. Entwicklungslinien, die heute bereits erkennbar sind und das Morgen maßgeblich bestimmen werden, stellt er die Erkenntnisse von drei in Deutschland häufig bemühten bzw. zitierten Zukunftsforschern in ihren Kernaussagen vor und unterwirft ihre Methodik einer kritischen Würdigung. Darauf aufbauend zeigt er zwei Wege auf, wie ein praktikabler und methodisch wie inhaltlich fundierter Blick auf künftiges Konsumentenhandeln als Grundlage für ein Marketing-Management geworfen werden kann.
Um einen ersten Einstieg in die "Zukunft der Immobilienwirtschaft" vornehmen zu können, arbeitet Sandra Klüger die in Praktiker-Kreisen häufig verwendeten Arbeiten von Popcorn und Horx hinsichtlich der von ihnen identifizierten allgemeinen Trends auf und überträgt die so gewonnenen Erkenntnisse auf die Immobilien- bzw. Wohnraumnachfrage.

Daran anschließend werden zwei Zielgruppenanalysen präsentiert. Zunächst stellt Rico Klüger die "Generation @" vor, der sich die Vorstellung des Lebensstils der "Neuen Bohéme" von Anja Gorgas anschließt. Beide Autoren lassen uns teilhaben am Denken, Fühlen und Handeln derjenigen Menschen, die dieser Generation oder diesem Lebensstil als zugehörig verstanden werden können.

Abgerundet wird die Präsentation durch zwei Beiträge, die sich mit Projekten beschäftigen, mit denen konkret der Versuch unternommen werden kann, die gesellschaftlichen bzw. wirtschaftlichen Wandlungsprozesse zur Grundlage des eigenen unternehmerischen Handelns zu machen. So thematisiert Nadine Grüneberg durch Anwendung des "kommunitarischen Projekts" von Etzioni auf die immobilienwirtschaftliche Projektentwicklung, Möglichkeiten, den Folgen des demographischen Wandels zu begegnen. Sandra Treller schließlich präsentiert in ihrem Beitrag zur "Mediation" ein Verfahren zur möglichst reibungsverlustarmen Verfahrensgestaltung, mit dem es gelingen kann, selbst vor dem Hintergrund einer gestiegenen Protest und Klagebereitschaft in der Bevölkerung sowie ökonomischen Zwängen erfolgreich zu sein.




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