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Suhr, Sabine:
ISBN 3899593685
Neusachliche Blicke auf die Rolle der Frau als Verbrecherin. Außenseiter der Gesellschaft # Pb., 86 S., 8 Abb.
SCHLAGWORTE:
Neue Sachlichkeit
Döblin, Alfred
Weiss, Ernst
Ungar, Hermann
Frauenidentität
Mörderin
Nach einer Einführung in die Literatur der Neuen Sachlichkeit werden in dem vorliegenden Buch drei bisher in der Literaturwissenschaft wenig beachtete Erzählwerke von bedeutenden Vertretern der Neuen Sachlichkeit analysiert: Alfred Döblin: Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord, Ernst Weiß: Der Fall Vukobrankovics und Hermann Ungar: Die Ermordung des Hauptmann Hanika. Alle drei Werke entstammen der Reihe Außenseiter der Gesellschaft. Die Verbrechen der Gegenwart.
Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Fragestellung, wie die Autoren reale Gerichtsverfahren, in denen Frauen als Täterinnen angeklagt werden, in ihre fiktionale Literatur einbinden. Dabei werden die noch immer aktuellen gesellschaftlichen Tabuthemen wie lesbische Liebe und Abtreibung ebenso thematisiert wie das häufig kritisierte Justizsystem der Weimarer Republik.
Sabine Suhr M.A. studierte Deutsche Philologie, Soziologie, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Münster. Das Buch Neusachliche Blicke auf die Rolle der Frau als Verbrecherin ist eine überarbeitete und stellenweise ergänzte Version ihrer Magisterarbeit, der eine intensive Beschäftigung mit dem Themenkomplex Verbrecherinnen in der Literatur der Weimarer Republik vorausging.
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