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Ambros, Dieta C.: - Details

Home Fachgebiet Geowissenschaften, Bodenkunde, Agrarwissenschaft

Ambros, Dieta C.:
ISBN 3899594622

Morphologische und metrische Untersuchungen an Phalangen und Metapodien quartärer Musteliden unter besonderer Berücksichtigung der Unterscheidung von Baum- und Steinmarder (Martes martes (LINNÉ 1758) und Martes foina (ERXLEBEN 1777)) # Pb., Großformat, 114 S., 60 Abb., 92 Tab.

SCHLAGWORTE:
Musteliden
Quartär
Morphologie
Phalangen
Metapodien





In pleistozänen und holozänen Fundstellen sind Überreste von Musteliden (Marderartigen) nicht selten. Die meisten Formen zeigen spezielle klimatische Präferenzen. Eine artliche Zuordnung der Funde könnte daher Rückschlüsse auf die jeweilige Umwelt zu Lebzeiten der Tiere zulassen.
Bisher wurde hauptsächlich craniales Musteliden-Material bearbeitet. Das postcraniale Skelett sollte aufgrund der unterschiedlichen Lebensweisen der Arten aber ebenfalls morphologische Unterschiede zeigen. Ein Vergleich verschiedener postcranialer Skelettelemente bestätigte diese Annahme.
Für die genaue Untersuchung wurden Phalangen und Metapodien ausgewählt. Gerade die Morphologie der Pfoten spiegelt Unterschiede in der Fortbewegungsweise und damit in den Lebensgewohnheiten wider.

Der Schwerpunkt der Untersuchung lag auf der Unterscheidung von Baum- und Steinmarder (Martes martes und Martes foina). Die beiden Arten, die bereits im Mittelpleistozän getrennte Linien bildeten, zeigen eine etwas unterschiedliche Lebens- und Fortbewegungsweise, die sich auch auf den Skelettbau auswirkt. Es konnten morphologische Unterschiede bei den Elementen der Pfote nachgewiesen werden, die eine Trennung der beiden Arten erlauben.

Daneben wurde auch der Dachs (Meles meles) näher untersucht. Von ihm waren relativ viele Stücke vorhanden, so daß Einblicke in die individuelle Variation möglich waren.
Von den übrigen Arten war zu wenig Material verfügbar, um speziellen Fragestellungen nachgehen zu können. Sie wurden daher hauptsächlich bestimmt und vermessen.
Pathologien sowie Biß- und Nagespuren werden in eigenen Kapiteln besprochen.



Dieta Ambros wurde 1971 in Nürnberg geboren. Im Wintersemester 1991/92 begann sie das Studium der Geologie/Paläontologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, das sie 1998 mit einer Diplomarbeit über spätpleistozäne Hyänen aus fränkischen Fundstellen abschloss. Anschließend promovierte sie bei Prof. Dr. J. Th. Groiß am Institut für Paläontologie Erlangen mit der hier vorliegenden Dissertation über morphologische und metrische Untersuchungen an Phalangen und Metapodien quartärer Musteliden.
In den letzten Jahren war sie an verschiedenen Projekten aus den Zeitbereichen Pleistozän und Holozän beteiligt, besonders an den Ausgrabungsarbeiten in der Steinberg-Höhlenruine bei Hunas und der Auswertung des Fundmaterials sowie an der Bearbeitung der Funde aus der Sandgrube "Roth" bei Gremsdorf.




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