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Mucha-Pelzer, Tanja:
ISBN 9783862471065
Amorphe Silikate - Möglichkeiten des Einsatzes im Gartenbau zur physikalischen Schädlingsbekämpfung. Berliner ökophysiologische und phytomedizinische Schriften Bd. 17 # Pb., 224 S., 59 Abb., davon 13 in Farbe; 25 Tab.
SCHLAGWORTE:
Amorphe Silikate
Integrierter Pflanzenschutz
Biotechnologie
Elektrostatische Applikation
Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe
Phytotoxizität
Schädling im Gewächshaus
In dieser Forschungsarbeit wurden Applikationen von amorphen Silikaten als Pflanzenschutzmittel und ihre Auswirkungen auf gärtnerische Schädlinge und Pflanzen untersucht. Neben kommerziellen Produkten wurden Neuentwicklungen der Humboldt-Universität zu Berlin einzeln und in Kombination getestet.
Ergänzend wurden diverse Verfahren zur Silikatapplikation im Gartenbau untersucht. Eine geschlossene Kammer mit elektrostatischer Korona- Methodik erreichte durch eine "weiche Wolke" die gleichmäßigste Beschichtung. Mit dieser Methode konnte eine gute insektizide und repellierende Wirkung einiger Silikate auf Coleopteren und Larven von Lepidopteren erzielt werden.
Pflanzenphysiologische Untersuchungen ergaben keine negative Reaktion auf die Silikatbeschichtung. Eine langfristige Reduktion der Fotosynthese wurde nur bei jüngeren Pflanzen festgestellt. In Brassica zeigten sich geringfügige Änderungen im Gehalt und Profil der Glucosinolate. Die Flavonoide blieben hinter den anfänglichen Gehalten zurück. Im Raster-Elektronen-Mikroskop ließen sich eingesunkene Restpartikel der Silikate erkennen.
Die entwickelte Applikationsmethode und die eingesetzten Präparate liefern zu synthetischen Pestiziden eine gute Alternative, auch wenn Pflanzen in ihrer Entwicklung geringfügig gehemmt werden. Um diese Anlagen für gärtnerische Betriebe einsetzbar zu machen, sind Weiterentwicklungen hinsichtlich der Integrierbarkeit in Gewächshausabläufe essentiell.
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