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Schenzer, Anne:
ISBN 9783899596113
Molekulare Voraussetzungen für die Vermittlung der antikonvulsiven Retigabine-Wirkung auf KCNQ(Kv7)K+ Kanäle # Pb., 84 S., 26 Abb., davon 5 in Farbe, 3 Tab.
SCHLAGWORTE:
M-Strom
Kaliumkanal
Retigabine
Erregbarkeit
Epilepsie wird durch eine Übererregbarkeit des zentralen Nervensystems verursacht. Eine besondere Form kindlicher Epilepsien, die sog. benign familial neonatal convulsions, sind durch Mutationen in den K+-Kanal-Genen KCNQ2 und KCNQ3 (Kv7.2 und 3) verursacht, so dass eine Beeinflussung der KCNQ-Kanäle ein vielversprechendes Ziel antikonvulsiver Pharmaka ist. Eine solche Substanz ist Retigabine, es wirkt vor allem auf die Kanäle KCNQ2-5 (Kv7.2-5), wohingegen KCNQ1 (Kv7.1) unbeeinflusst bleibt.
Basierend auf der unterschiedlichen Wirkung von Retigabine auf KCNQ1 und KCNQ3 wurden die Mindestvoraussetzungen für die Retigabine-Sensitivität identifiziert. Es wurde ein einzelner Tryptophanrest im S5-Segment von KCNQ2, KCNQ3, KCNQ4 und KCNQ5 gefunden, der essentiell für die Wirkung von Retigabine ist. Außerdem führt die Anwesenheit eines Leucinrestes in der Porenregion von KCNQ3 (Position 310) zu einem signifikant verbesserten Ansprechen auf Stimulation mit Retigabine.
Weiterhin konnte durch Untersuchungen heteromerer Kanäle gezeigt werden, dass der Tryptophanrest in allen vier Untereinheiten vorhanden sein muss, um die Retigabine-Wirkung zu vermitteln.
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