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Schwarz, Silke Iris:
ISBN 9783899596137
Effekt einer Lycopin-Supplementierung auf den Biomarker PSA im Serum, bei Männern mit einer benignen Prostatahyperplasie (BPH) # Pb., 166 S., 104 Abb., davon 92 in Farbe, 16 Tab.
SCHLAGWORTE:
Prostatavergrößerung, gutartige [BPH]
Prostata-spezifisches Antigen [PSA]
Lycopin
Tomaten
Prostatakrebs
Prostatakrebs ist heute in den westlichen Industrieländern die häufigste Krebserkrankung bei Männern mit zunehmender Inzidenz. In Deutschland erkranken jährlich 35000 Männer daran. Epidemiologische Studien zeigen, dass eine Ernährung, die reich an Carotinoiden ist, besonders an Lycopin, dem roten Farbstoff in der Tomate, das Prostatakarzinomrisiko reduzieren kann. Im Hinblick auf die protektive Wirkung von Lycopin und einer Reihe vielversprechender in vitro- Studien wurde der Effekt einer Lycopinsupplementierung bei älteren Männern mit einer benignen Prostatahyperplasie (BPH) in dieser klinischen Pilotstudie untersucht.
Vorab wurden 327 Patienten einem Screening unterzogen, um durch strikte Ein- und Ausschlusskriterien, auf ein aussagekräftiges Patientenklientel zurückgreifen zu können. Bereits hier zeigte sich der eindeutige Trend, dass Männer mit zunehmendem Alter einen niedrigeren Lycopin-Status aufwiesen.
Insgesamt nahmen 40 Patienten mit einer histologisch nachgewiesenen BPH und gleichzeitigem Ausschluss eines Prostatakarzinoms an dieser Studie teil. Innerhalb eines kurzen Zeitraums von 6 Monaten zeigte sich im Vergleich zu Placebo ein hemmender Effekt auf den Anstieg der PSA Blutwerte. Der Lycopin-Status verbesserte sich in der Verum-Gruppe beträchtlich, ohne die anderen Carotinoide im Blut zu beeinflussen. Seitens der sonographischen Befunde der Prostata wies die Placebo Gruppe eine signifikante Progression der BPH auf. Dagegen ergaben sich in der Verum-Gruppe keine signifikanten Änderungen bezüglich des Gewichts bzw. Volumens. Der internationale Prostata Symptome Score (IPSS) zur Beurteilung und Bewertung des Leidensdrucks der Patienten verbesserten sich in beiden Gruppen, statistisch gesehen etwas mehr bei den Männern die Lycopin supplementierten.
Insgesamt zeigen die Ergebnisse dieser Pilotstudie eine Hemmung in der Progression der BPH ohne Nebenwirkungen und damit einen Nutzen für eine Vielzahl betroffener Männer.
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