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Donges, Kathrin:
ISBN 9783899598360
Influence of ectomycorrhiza (ECM) on the stability of forest ecosystems following windthrow events # Pb., 108 S., 14 Abb., davon 9 in Farbe, 13 Tab.
SCHLAGWORTE:
Mykologie
Ektomykorrhiza
Populationsgenetik
Artdiversität
Co-Adaption
Die Stabilität von Waldökosystemen in Mitteleuropa ist durch Windwurf gefährdet. Forstprojekte, die eine natürliche Wiederbewaldung von Sturmwurfflächen zum Ziel haben, sind häufig einseitig auf die Baumartenzusammensetzung und Waldstruktur ausgelegt. Der Erfolg solcher Renaturierung hängt aber essentiell vom Vorhandensein von, bzw. der Besiedlung der Baumwurzeln mit symbiotischen Ektomykorrhizapilzen (ECM) ab.
In der vorliegenden Arbeit wurde die Artenvielfalt von ECM auf großflächigen Sturmwurfflächen im Nordschwarzwald, entstanden durch Orkan Lothar in 1999, untersucht. Die Untersuchungen wurden an der natürlich auftretenden Baumart Abies alba, der Weißtanne, durchgeführt. Daten aus Sturmwurfflächen wurden mit denen angrenzender Forstbestände verglichen.
Morphologische und molekulargenetische Analysen gaben Aufschluss über die grundlegende Artdiversität der ECM, als auch über die Differenzierung innerhalb ausgesuchter Arten. Des Weiteren wurde die Co-Adaptation der Symbiosepartner untersucht.
Die Ergebnisse stützen die Annahme, dass Weißtannen in der Tat geeignet sind, auf Windwurfflächen des Nordschwarzwaldes zu überleben und diese erfolgreich zu besiedeln. Die heimischen ECM-Populationen bilden hierfür eine umfassende förderliche Grundlage. Sowohl Co-Adaptation und Artenvielfalt, als auch genetische Vielfalt innerhalb der Arten, sind unerlässlich für den Erfolg der gesamten Waldgemeinschaft, und stabilisieren diese in Zeiten sich wandelnder Umweltbedingungen.
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