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Rohr, Franziska:
ISBN 9783899598849
Variabilität aliphatischer Glucosinolate in Arabidopsis thaliana-Ökotypen und deren Einfluss auf die Wirtspflanzeneignung von zwei folivoren Insektenarten. Berliner ökophysiologische und phytomedizinische Schriften Bd. 4 # Pb., 110 S., 46 Abb., 12 Tab.
SCHLAGWORTE:
Chemische Oekologie
Oekologie, chemische
Pflanze-Insekt-Interaktion
Glucosinolate, aliphatische
Arabidopsis thaliana
Insektenarten, folivore
Das Glucosinolat(GS)-/-Myrosinaseabwehrsystem ist charakteristisch für die Familie der Brassicaceae, wozu sowohl wirtschaftlich bedeutende Kulturpflanzen als auch die molekulare Modellpflanze Arabidopsis thaliana (L.) zählen. Je nach Seitenkettenrest erfolgt eine Einteilung der GS in aliphatische, aromatische und Indolyl-GS. Während die Indolyl-GS in den A. thaliana-Ökotypen und anderen Brassicaceen weit verbreitet sind und durch Umweltfaktoren beeinflusst werden, variiert das aliphatische GS-Profil stark. Diese Variabilität beruht auf einem kleinen Satz polymorpher Loci (GS-ELONG und GS-AOP), welche das GS-Profil modular verändern. Studien zeigten, dass GS und deren korrespondierende Hydrolyseprodukte toxisch wirken, sowie als Wachstumsinhibitoren und Fraßdeterrenzien für generalistische Insekten und für eine Reihe potenzieller pflanzlicher Feinde wie Säugetiere, Vögel, Mollusken, Nematoden, Bakterien und Pilzen fungieren. Jedoch wurde der aliphatischen GS-Variabilität und deren Bedeutung innerhalb der Abwehrreaktion gegenüber phytophagen Insekten bisher nicht ausreichend Beachtung geschenkt. Gegenstand der vorliegenden Untersuchung war daher der Einfluss eines unterschiedlichen aliphatischen GS-Profils auf die Wirtspflanzenresistenz von Arabidopsis thaliana gegenüber zwei unterschiedlich spezialisierten phytophagen Insekten. Es wurde sowohl die Wirtspflanzeneignung als auch die spezifische Pflanzenreaktion auf den generalistischen Schädling Spodoptera exigua Hübner und den Spezialisten Pieris brassicae L. untersucht.
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