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Von den im Test (A) untersuchten Substanzen (18, 19, 59, 65, 66, 67 und 68) zeigten nur Nonylprodigiosin 18 (als Referenz) und Cyclononylprodigiosin 19 eine signifikante immunsuppressive Wirkung, die sich durch eine spezifische Inhibierung der Con A-induzierten T-Zellen-Proliferation auszeichnet. Im zweiten Test (B) konnte gezeigt werden, daß die Prodigiosine 18, 19 und 65 die vakuolare Acidifizierung der Lysosome in BHK-Zellen beeinflussen, indem sie den relativ niedrigen pH-Wert dieser Zellorganellen erhöhen. Im letzten Test (C) wurde der Einfluß von allen dargestellten Analoga (19, 51, 59, 65, 66, 67, 68, 76 und 77) auf die Aktivität gegenüber supercoiled Plasmid-DNA untersucht, wobei die Verbindungen 19, 51, 76 und 77 in Gegenwart von Cu(II) zur Spaltung der doppelsträngigen DNA führten. Bei allen Tests zeichnete sich eine unverkennbare Tendenz ab, daß die tripyrrolische Einheit, die allen natürlichen Prodigiosinen gemeinsam ist, eine essentielle Rolle für die biologische Aktivität spielt.
Im zweiten Teil der Arbeit gelang erstmals die Totalsynthese des aus der Hefe Torulopsis bombicola 1961 von GORIN et al. isolierten glykolipidischen Makrolactons Sophorolipid 91. Dieser amphiphile Naturstoff mit starken Emulgator-Eigenschaften konnte durch eine neuartige Methode - die Ringschluß-Alkinmetathese (RCAM) - dargestellt werden, die hier ihre erste Anwendung in der Kohlenhydrat-Chemie fand. Die Kombination der RCAM mit der LINDLAR-Hydrierung ermöglichte die stereoselektive Bildung der (Z)-konfigurierten Alken-Funktion im Lipidteil.
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