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Ruffini, Roland:
ISBN 3899594053
Rilkes Seins- und Kunst-Begriff im Spiegel seiner dichterischen Welt # Pb., Großformat, 692 S.
SCHLAGWORTE:
Seins-Begriff
Kunst(Dichtungs)-Begriff
Rilke
Nietzsche
Heidegger
Was ist die grundsätzliche Welterfahrung, aus der Rilke spricht? Die Untersuchung verfolgt diese Frage nicht nur zur Erarbeitung von Rilkes Seins-Begriff seiner selbst wegen. Vielmehr geht es in einer fortschreitenden wechselseitigen Erhellung von Texten Rilkes und Aspekten seines Seins-Begriffs ebenso um die Erschließung eines möglichst breiten Spektrums vor allem seines lyrischen Werks. Sichtbar werden soll dessen Entfaltung aus einem einheitlichen Grund in einen immensen Reichtum der Gestaltung. Das Werk zeigt sich dementsprechend in dieser Vielfalt gleichzeitig als von erstaunlicher Einheit. Keineswegs geht es jedoch um seine Darstellung als Philosophie in dichterischem Gewand.
Methodisch setzt die Arbeit auf strengen Textbezug, die Untersuchung von Motiven, Metaphern, rhetorischen, sprachlichen und strukturellen Elementen. Sie werden erschlossen aus dem jeweiligen Textzusammenhang und dem vielseitigen Vergleich mit anderen Stellen im Werk Rilkes, die ihrerseits, durchaus auch um ihrer selbst willen, aus ihrem Kontext und aufgrund weiterer Vergleiche gedeutet werden. Ebenso unterstützt der kritische Vergleich mit ‚anderen Autoren' wie Platon, Pascal, Nietzsche, Hofmannsthal, Benn und Heidegger, die z. T. einen Einfluß auf Rilke hatten, das Verständnis seines Werks.
Der Zusammenhang von Sein und Kunst bei Rilke erweist sich als essentiell und unauflöslich, Kunst bzw. Dichtung nicht im Sinne der ‚poésie pure' oder einer Auffassung davon als Flucht vor der Realität gesehen, sondern als existentiellen und seins-schaffenden Akt.
"Ich kann mich nur respektvoll verbeugen vor einem so eindringenden und wissenden Bemühen, das - Rilkes Seins- und Kunst-Begriff thematisierend - ihn dennoch Dichter sein lässt und von einer spürbaren Freude am Gedicht ausgeht."
Curdin R. Ebneter, Sekretär der Rilke-Gesellschaft, Sierre
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