|

Wörz, Anke:
ISBN 9783862471430
Entwicklung von maßgeschneiderten Oberflächen für die ortsaufgelöste Adhäsion von Zellen. Oberflächenchemie und -physik von Mikrosystemen Bd. 15 # Pb., 308 S., (Großformat, 24 x 17), 100 Abb., davon 16 in Farbe; 29 Tab.
SCHLAGWORTE:
Mikrosystemtechnik
Zelladhäsion
Polymerfilme
Mikrostrukturen
Zellführung
In den Lebenswissenschaften ("Life Science") spielt das Verständnis des in vivo Verhaltens einzelner Zellen und ihres Zusammenlebens in Zellverbänden und des dazugehörigen Informationsaustausches eine immer wichtigere Rolle beispielsweise für die Entwicklung von Beschichtungen für medizinische Prothesen, Systemen für die gezielte Freisetzung von Arzneistoffen oder neuartigen intelligenten Implantaten. Um dieses Wissen zu erlangen, wurden fundamentale Studien über das Verhalten von Zellen wie beispielsweise Migration, Differenzierung oder Proliferation im Detail für viele verschiedene Zelltypen durchgeführt, wobei in vitro Zellanalytik-Chips verwendet wurden. Die größte Herausforderung der Verwendung von Zellanalytik-Chips stellt allerdings die Entwicklung von Oberflächenbeschichtungen dar, die zum einen ein möglichst natürliches Verhalten der Zellen ermöglichen müssen, so dass die erhaltenen Ergebnisse auf das in vivo Verhalten übertragen werden können, und die zum anderen die Zelladhäsion auf gewisse Bereiche beschränken müssen, so dass eine Beobachtung einzelner Zellen oder kleiner Zellverbände für gezielte Zelllverhaltens-Studien durchgeführt werden können.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden Oberflächenbeschichtungen für Zellanalytik-Chips vorgestellt, die eine räumlich kontrollierte, langzeitstabile Führung von lebenden adhärenten Zellen durch mikrostrukturierte Oberflächenbeschichtungen ermöglichen. Dieses Ziel wurde durch oberflächengebundene Polymerfilme erreicht, die zuerst anhand ihres Zelladhäsionsverhaltens in zellattraktive und zellabweisende Beschichtungen eingeteilt und anschließend durch verschiedene Methoden selektiv auf ein Substrat aufgebracht wurden, so dass Oberflächen aus zellattraktiven Bereichen entstanden, die von zellabweisenden Gebieten umgeben waren.
|
|
|
|
|
|
|
 |
|