Ingo Schiweck
Hans Toonen


Maharadscha, Tschetnik, Kriegsheimkehrer

Der Schauspieler Frits van Dongen
oder Philip Dorn



Osnabrück: Der Andere Verlag, 2003
ISBN 3-89959-058-9
Pb., 194 S., 80 Abb., EUR  33,90

Maharadscha, Tschetnik, Kriegsheimkehrer - drei Rollen, drei Stationen in der Laufbahn des Schauspielers Frits van Dongen oder Philip Dorn. Der Niederländer, der 1901 in Scheveningen unter dem Namen Hein van der Niet als Sohn eines Schusters geboren wurde, fand übers Theater zum Medium Film. Im deutschen Spielfilm der späten 1930er Jahre kam van Dongen groß als Maharadscha von Eschnapur raus. Er verließ das nationalsozialistische Deutschland 1939, um mit seiner jüdischen Frau nach Hollywood zu emigrieren. Dort spielte er als Philip Dorn insbesondere in einer ganzen Reihe von Anti-Nazi-Filmen tragende Rollen. Anfang der 1950er Jahre erfolgte die Rückkehr Frits van Dongens zum deutschen Film - nach einem tragischen Unfall war aber schon bald darauf die faszinierende Karriere des Scheveningers, der 1975 in Los Angeles starb, beendet. Das neue Buch der Autoren Ingo Schiweck und Hans Toonen zeichnet unter Auswertung einer Vielfalt von Quellen diese Karriere nach und zeigt auch den Privatmann van der Niet/van Dongen/Dorn.


  • Frits van Dongen beziehungsweise Philip Dorn spielte in 35 amerikanischen, deutschen und niederländischen Filmen Haupt- oder tragende Nebenrollen.

  • Zu seinen Erfolgsproduktionen zählen "Der Tiger von Eschnapur", "Die Reise nach Tilsit", "Underground", "Tarzan's Secret Treasure", "I remember Mama" und "Der träumende Mund".

  • Der Niederländer glänzte neben Kollegen wie John Wayne, Joan Crawford, James Stewart, Kristina Söderbaum, O. W. Fischer, Hedy Lamarr, Humphrey Bogart, Maria Schell und Johnny Weissmuller.

  • Er drehte mit Regisseuren wie Veit Harlan, Henry Koster/Hermann Kosterlitz, Richard Eichberg, Mervyn LeRoy, Michael Curtiz und Harald Reinl.

Mit La Jana

Mit „Tarzan" Johnny Weissmuller

Die Autoren:

Ingo Schiweck wurde 1974 in Düsseldorf geboren. Er promovierte mit einer Arbeit über den deutschen Spielfilm in den besetzten Niederlanden und ist heute als Historiker und Journalist tätig.

Hans Toonen wurde 1944 in Gennep/Niederlande geboren. Er war unter anderem Auslandskorrespondent in Los Angeles und arbeitet seit 1987 als Redakteur bei der Tageszeitung "Limburgs Dagblad".